{"id":944,"date":"2019-05-06T15:07:21","date_gmt":"2019-05-06T15:07:21","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dezaley.ch\/portes\/"},"modified":"2021-05-11T09:28:24","modified_gmt":"2021-05-11T09:28:24","slug":"pforten","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.dezaley.ch\/de\/pforten\/","title":{"rendered":"Pforten"},"content":{"rendered":"<div>Die 5 Pforten als<br \/>Eingang zum D\u00e9zaley<\/div>\n<div>\n<p>Von Pforte zu Pforte\u00a0<\/p>\n<\/div>\n<p><img src=\"\/wp-content\/uploads\/secret_3soleils.jpg\" alt=\"\"><\/p>\n<h2>\n<p>Pforte Nr, 1<br \/>Wo sich die Wege der Grand Crus kreuzen<\/p>\n<\/h2>\n<div>Diese Pforte markiert die Grenze zwischen den beiden prestigetr\u00e4chtigsten Herkunftsbezeichnungen des Kantons Waadt. Am 21. M\u00e4rz 2013 hat die Waadtl\u00e4nder Regierung dem Antrag des Branchenverbandes des Waadtl\u00e4nder Weins zu gestimmt, den Weinbaugebieten des D\u00e9zaley und des Calamin die gesch\u00fctzte Herkunftsbezeichnung AOC Grand Cru zuzugestehen. Die besondere Lage dieser Weinberge ist historisch verbrieft und seit 1949 in der kantonalen Gesetzgebung verankert, wenn gleich dies in der Revision von 2009 etwas vergessen ging. Die Besonderheit des Terroirs der beiden angrenzenden Produktionsgebiete fand im \u00dcbrigen auch in der im Jahre 2004 publizierten Studie \u00abWeinbaugebiete des Kantons Waadt\u00bb, welche unter der \u00c4gide mehrerer Instanzen aus Wissenschaft und Verwaltung durchgef\u00fchrt wurde, Anerkennung.<\/div>\n<p><img src=\"\/wp-content\/uploads\/secret_chiffres.jpg\" alt=\"\"><\/p>\n<h2>Pforte Nr. 2<br \/>La Savorettaz<\/h2>\n<div>\n<p><span>Wenige Meter neben der Klause des Heiligen Antonius befindet sich ein angenehmer Picknick-Platz unter B\u00e4umen, die dem Wanderer im Sommer willkommenen Schatten spenden. Vom Ort <em>Savorettaz <\/em>hat man einen sch\u00f6nen Blick auf die Burg von Marsens.<\/span><\/p>\n<p>Die Burg von Marsens muss im 12. Jhdt. erbaut worden sein, obwohl sie erst im Jahre 1272 als Besitztum des Bischofs von Lausanne nachgewiesen ist. Der Name Marsens wird zum ersten Mal in einer Charta aus dem Jahre 1166 als Haus erw\u00e4hnt (domum de Marcens).<\/p>\n<p><span>Es ist deshalb m\u00f6glich, dass der Bischof Landri de Durnes die Burg um das Jahr 1160 erbauen liess. Er schenkte das Grundst\u00fcck der Domaine dem Kloster von Humilimont, das von den Herren von Marsens im Greyerzerland gegr\u00fcndet wurde. Die Burg soll den M\u00f6nchen als Zufluchtsort gedient haben, Besitzer waren sie jedoch nie. <\/span><\/p>\n<p><span>Im Jahre 1527, nach der \u00dcbernahme durch Jean de Plait, der bei dieser Gelegenheit geadelt wurde, sind umfangreiche Umbauten in Angriff genommen worden: Aus dem Turm, welcher der Verteidigung diente, ist ein Wohnhaus entstanden. Zwischen dem Ende des 16. und dem 19. Jahrhundert war die Burg von Marsens im Besitz der Familie Clavel aus Cully; sie waren die letzten Herren von Marsens. Nach und nach liessen sie dieses Bauwerk zerfallen.<\/span><\/p>\n<p><span>Im Jahre 1870 wurde es vom Pfarrer und Historiker Fran\u00e7ois Naef erworben, um es vor dem Ruin zu retten.<\/span><\/p>\n<p><span>Er beschliesst, das innere Tor herauszubrechen, um den Zugang zum Inneren der Burg zu vereinfachen und damit die Restaurierungsarbeiten zu erleichtern. Mit Hilfe seines Neffen Albert Naef, dem wohl bekannten Kantonsarch\u00e4ologen, hat er die ersten Umbauarbeiten selber geleitet.<\/span><\/p>\n<p><span>Im Jahre 1946 waren die Fassaden renoviert und dank der Unterst\u00fctzung der\u00f6ffentlichen Hand konnte das umliegende Gel\u00e4nde zur Schutzzone erkl\u00e4rt und mit einem Bauverbot belegt werden, um so der Burg Marsens eine w\u00fcrdige Umgebung zu sichern.<\/span><\/p>\n<p>Im Jahre 1969 wurde durch Bernard Naef und Suzanne Roux (Tochter des Historikers Henri Naef) eine Familienstiftung mit dem Zweck errichtet, die Burg und das gesamte Mobiliar zu erhalten, und so die Verzettelung dieses historisch und k\u00fcnstlerisch wertvollen Kulturerbes zu vermeiden.<\/p>\n<\/div>\n<p><img src=\"\/wp-content\/uploads\/secrets_ensoleillement.jpg\" alt=\"\"><\/p>\n<h2>Pforte Nr. 3<br \/>Der Weg \u00ab la Dame \u00bb<\/h2>\n<div>\n<p><span>Ganz oben im Rebberg schweift Ihr Blick auf eine 34 Millionen Jahre alte Geschichte. In dieser Urzeit haben sich Nagelfluh- und Molasse-Felsen zusammengefunden und vereint. Und dann formte die Alpenfaltung einen Rebberg, der sich der Sonne zuwendet. Diese Felsen, wie aus Stein gemeisselt, tragen die Spuren vom R\u00fcckzug des Rhonegletschers. Die steilen H\u00e4nge des D\u00e9zaley haben die Zisterzienser M\u00f6nche im 12. Jahrhundert nicht davon abgehalten, hier die ersten Reben des Lavaux anzupflanzen. Um die Rebst\u00f6cke in diesen Steilh\u00e4ngen abzusichern, haben die M\u00f6nche mehr als 400 km, oft 15 m hohe, Mauern errichtet. Diese symboltr\u00e4chtigen Steinmauern des D\u00e9zaley ern\u00e4hren die Reben, indem sie die W\u00e4rme der Sonne einfangen und zur\u00fcckhalten.<\/span><\/p>\n<p>Die Zisterzienser M\u00f6nche des Kloster von Haucr\u00eat des Tavernes haben 200 Jahre gebraucht, um im Auftrag des Lausanner Bischofs Guy de Maligny dieses grossartige 54 ha umfassende Weinbaugebiet mit der Herkunftsbezeichnung D\u00e9zaley Grand Cru zu erschaffen.<\/p>\n<\/div>\n<p><img src=\"\/wp-content\/uploads\/porte_4_IMG_2894.jpg\" alt=\"\"><\/p>\n<h2>Pforte Nr. 4<br \/>Panorama \u2013 Platz<\/h2>\n<div>\n<p>Hier, am steilsten Hang des D\u00e9zaley, geniessen Sie eine grossartige Sicht auf den Genfersee. Wenn man sich umdreht, erblickt man das Kreuz von Notre Dame, das w\u00e4hrend Jahrhunderten ein Wahlfahrtsort war. Der 25. M\u00e4rz, dem Tag, an welchem die Mari\u00e4 Verk\u00fcndung gefeiert wird, hat jeweils eine Grossveranstaltung in der Kathedrale von Lausanne stattgefunden.<\/p>\n<p>Aber aus Distanz- und Sicherheitsgr\u00fcnden\u00a0\u00a0 -die Strassen waren von R\u00e4ubern belagert- machten viele Pilger auf dieser H\u00f6he halt, weil die Kathedrale von diesem Punkt aus gut sichtbar war. Bis im 19. Jahrhundert haben sich Protestanten und Katholiken hier weiterhin zum Gebet versammelt. Zur 700-Jahrfeier der Kathedrale im Jahre 1975 haben die beiden Landeskirchen auf diesem Platz ein eisernes Kreuz errichten lassen, dies zur Erinnerung an die symboltr\u00e4chtige \u00f6kumenische Vergangenheit.<\/p>\n<\/div>\n<p><img src=\"\/wp-content\/uploads\/secrets_mode.jpg\" alt=\"\"><\/p>\n<h2>Pforte Nr. 5<br \/>La Chapotannaz<\/h2>\n<div>\n<p><span>Der Ort <em>Chapotannaz <\/em>liegt dort, wo sich die Strassen der Corniche und des D\u00e9zaley kreuzen. W\u00e4hrend der Besetzung des Waadtlandes durch die Berner verkehrten hier viele Pferdefuhrwerke, um den Wein in die Deutschschweiz zu transportieren. Die einen fuhren auf dem Weg der Burg von Marsens nach Chexbres hinauf, die anderen unter den Abteien entlang des Seeufers, wo der Wein in Ruderbooten nach Lausanne gebracht wurde.<\/span><\/p>\n<p>Dieser Ort hat auch den ber\u00fchmten Maler Rodolphe-Th\u00e9ophile Bosshard (1889- 1960) inspiriert, einer der wenigen Landschaftsmaler, die es wagten, dem See den R\u00fccken zuzukehren. Das fast im kubistischen Stil gemalte Werk <em>La Chapotannaz<\/em> zeigt die abfallende Strasse der Corniche zwischen Chexbres und Epesses. Die pyramidenf\u00f6rmig angelegten Rebberge waren auch das Hauptmotiv in den Bildern von Steven-Paul Robert (1896 \u2013 1985), einem von Gustave Roud hoch gesch\u00e4tzten elegischen Maler. Der See wird hier nur im Relief der Mauern im Funkeln des Laubwerks erkennbar.<\/p>\n<\/div>\n<p><!--more--><br \/>\n<!-- {\"name\":\"Resources\",\"type\":\"layout\",\"children\":[{\"name\":\"Hero Producteur\",\"type\":\"section\",\"props\":{\"width\":\"\",\"padding\":\"large\",\"style\":\"secondary\",\"media\":\"images\\\/home-header.jpg\",\"height_viewport\":true,\"header_overlay\":\"light\",\"image\":\"wp-content\\\/uploads\\\/secret_bg.jpg\",\"media_advanced\":true,\"image_size\":\"cover\",\"media_background\":null,\"media_overlay\":null,\"height\":\"full\",\"animation\":\"slide-top\",\"image_position\":\"bottom-center\",\"image_fixed\":false,\"class\":\"\",\"overlap\":true,\"css\":\"\\\/*.uk-grid {\\n    background: url(wp-content\\\/uploads\\\/home-header-splash.png) 50% 50% no-repeat;\\n    background-size: contain;\\n    padding: 135px 0;\\n}*\\\/\\n.uk-grid {\\n    float:right;\\n    background-color: #212121;\\n    background-size: contain;\\n    padding: 75px;\\n    }\",\"vertical_align\":\"bottom\",\"title_position\":\"top-left\",\"title_rotation\":\"left\",\"title_breakpoint\":\"xl\",\"image_width\":\"1920\",\"header_transparent_noplaceholder\":false},\"children\":[{\"name\":\"\",\"type\":\"row\",\"props\":{\"class\":\"\"},\"children\":[{\"name\":\"\",\"type\":\"column\",\"props\":{\"image_position\":\"center-center\",\"width_medium\":\"1-1\",\"media_overlay_gradient\":\"\"},\"children\":[{\"name\":\"\",\"type\":\"headline\",\"props\":{\"title_element\":\"div\",\"title_style\":\"h2\",\"content\":\"Die 5 Pforten als<br \/>Eingang zum D\\u00e9zaley\",\"css\":\".el-element {text-transform:uppercase;font-weight:bold;letter-spacing:4px}\"}},{\"name\":\"\",\"type\":\"text\",\"props\":{\"column_breakpoint\":\"m\",\"margin\":\"small\",\"content\":\"\n\n<p>Von Pforte zu Pforte\\u00a0<\\\/p>\",\"text_style\":\"lead\",\"text_align\":\"left\",\"animation\":\"slide-bottom\"}}]}]}]},{\"name\":\"Portes\",\"type\":\"section\",\"props\":{\"style\":\"default\",\"width\":\"large\",\"image_size\":\"cover\",\"padding\":\"large\",\"animation\":\"fade\",\"class\":\"\",\"overlap\":true,\"image_position\":\"center-center\",\"vertical_align\":\"middle\",\"title_position\":\"top-left\",\"title_rotation\":\"left\",\"title_breakpoint\":\"xl\"},\"children\":[{\"name\":\"\",\"type\":\"row\",\"props\":{\"layout\":\"1-2,1-2\",\"vertical_align\":true,\"id\":\"p1\"},\"children\":[{\"name\":\"\",\"type\":\"column\",\"props\":{\"image_position\":\"center-center\",\"width_medium\":\"1-2\",\"media_overlay_gradient\":\"\"},\"children\":[{\"name\":\"\",\"type\":\"image\",\"props\":{\"margin\":\"default\",\"image\":\"wp-content\\\/uploads\\\/secret_3soleils.jpg\",\"image_width\":\"920\",\"image_svg_color\":\"emphasis\"}}]},{\"name\":\"\",\"type\":\"column\",\"props\":{\"image_position\":\"center-center\",\"width_medium\":\"1-2\",\"media_overlay_gradient\":\"\"},\"children\":[{\"name\":\"\",\"type\":\"headline\",\"props\":{\"title_element\":\"h2\",\"content\":\"\n\n<p>Pforte Nr, 1<br \\\/>Wo sich die Wege der Grand Crus kreuzen<\\\/p>\",\"text_align\":\"left\",\"text_align_breakpoint\":\"s\",\"text_align_fallback\":\"center\"}},{\"name\":\"\",\"type\":\"text\",\"props\":{\"column_breakpoint\":\"m\",\"margin\":\"default\",\"content\":\"Diese Pforte markiert die Grenze zwischen den beiden prestigetr\\u00e4chtigsten Herkunftsbezeichnungen des Kantons Waadt. 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