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Pressemitteilung vom 7. September 2022

Nach zwei Jahren, die von der Pandemie und schwierigen klimatischen Bedingungen geprägt waren, haben sich die Winzerinnen und Winzer aus dem Dézaley besonders gefreut, wieder mit ihrem Publikum Kontakt zu knüpfen, um die Nachfolge zu sichern und die Appellation Dézaley Grand Cru ins richtige Licht zu rücken: Eine neue Website www.dezaley.ch ist entstanden, in den Rebhängen der Appellation wurde ein didaktischer Parcours eingerichtet und die Stabsübergabe ist in vollem Gang.

Zusammenfassung des runden Tischs vom 6. September 2022

«Die Nachfolge ist gesichert: Chancen und Herausforderungen für die jungen Winzerinnen und Winzer aus dem Dézaley»

14 junge Winzerinnen und Winzer aus dem Dézaley haben sich zusammengeschlossen, um über die Zukunft des Dézaley Grand Cru zu diskutieren und gemeinsame Konzepte zu entwickeln. Das Ziel: den grossen Herausforderungen, denen sie sich gegenübersehen, zu begegnen. In einer Weinregion und einem Metier, wo sich viele nach wie vor als Einzelkämpfer verstehen, ist das schon fast eine kleine Sensation.

Die jungen Berufsleute, vier Frauen und zehn Männer, die bereits ihren eigenen Betrieb führen oder in nicht allzu weiter Ferne das elterliche Gut übernehmen werden, sind alle bestens ausgebildet. Einige haben zuerst in anderen Branchen gearbeitet, bevor sie zum Weinbau (zurück-) gekommen sind, die meisten haben in anderen Landesteilen, viele auch im Ausland Erfahrungen gesammelt und ihren Horizont erweitert.

Beim runden Tisch waren zehn von ihnen anwesend und haben sich den kritischen Fragen der Journalistinnen und Journalisten gestellt. Die zwei grossen Themen, die angeregt diskutiert wurden: einerseits der Klimawandel, die Förderung der Biodiversität sowie die Chancen und Risiken, die der biologische Weinbau bietet, andererseits die wirtschaftliche Situation auf dem (Schweizer) Weinmarkt, wo der Dézaley, der emblematische Schweizer Terroirwein schlechthin, an Terrain und Renommee eingebüsst hat, namentlich in der Deutschschweiz. Journalistinnen und Winzer waren sich einig: Auf beiden Ebenen bleibt noch viel zu tun! Die 14 jungen Winzerinnen und Winzer sind bereit, die Herausforderung anzupacken!

Kontakt und weitere Informationen:

  • Marie-Jo Valente: communication@dezaley.ch oder 079 467 73 77 (FR)
  • Jean-François Chevalley, Präsident, 079 212 01 06 (DE)

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Die Weltmeisterschaft der Tracassets

Auf dem steilen, kurvenreichen Feldweg von Creyvavers im Süden des Dorfes Epesses wird alle ungeraden Jahre ein ungewöhnliches Rennen ausgetragen: die Weltmeisterschaft der Tracassets. Bei diesem farbenprächtigen Wettkampf werden drei Kriterien bewertet: die Dekoration des Gefährts, die Geschwindigkeit und das Geschicklichkeitsfahren.

Die ersten Modelle des Tracassets wurden in den 1950er-Jahren in der Gegend von Perroy eingesetzt. Der Tracasset, eine typisch waadtländische Entwicklung, verbreitet sich sehr rasch in den steilen Rebbergen des Lavaux. Dieses erst vor kurzem entwickelte Fahrzeug hat einen ganz besonderen Antrieb: eine Kreuzung von Traktor- und Schiffsmotor. Der Tracasset hat drei Räder eine Lenkstange und eine Ladebrücke.

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Die Rebhäuschen

Die aus Holz oder Backstein erstellten Rebhäuschen dienten als Geräteschuppen zu einer Zeit, als es noch keine motorisierten Fahrzeuge gab. Darin wurden zumeist zwei- bis dreizackige Hacken, «Fossoir» genannt, gelagert, mit welchen die Böden bearbeitet wurden. Der «Fossorier», im Ostschweizer Rebbau als Mannsgrab bezeichnet, entspricht 450 m2, einer Rebfläche, die ein Mann pro Tag bearbeiten kann.

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Die Geschichte des Wassers

Mehrere Wasserläufe durchqueren das Lavaux von Norden nach Süden, um sich anschliessend in den Genfersee zu ergiessen. Dazu gehören in erster Linie die Lutrive und die Veveyse, welche die Grenzen dieses Weingebietes markieren.

Zwischen diesen beiden Flüssen finden wir von Westen nach Osten den Châtelard in der Nähe von Grandvaux, den Rio d’Enfer in Epesses, den Forestay von Chexbres in Rivaz und schliesslich die Salenche in St-Saphorin. In Ergänzung zu diesen kontinuierlich fliessenden Wasserläufen wurden die Rebberge des Lavaux manigfach drainiert, wobei die Abflüsse je nach Saison und Unwetter variieren.

Die Herkunftsbezeichnung AOC Dézaley Grand Cru steht ausschliesslich Weinen aus der Gemeinde Puidoux zu. Auch dieses Gebiet ist durch mehrere Wasserläufe begrenzt: im Westen durch den Chenalettaz, im Osten durch den Bach Forestay und im Süden durch den See.

Diese Ausstattung der Rebberge wird im Lavaux mit einer Reihe weiterer Massnahmen kombiniert (Bodenbeläge, Befestigungen mit Wellblech). All dies verhindert, dass das Wasser durch den Rebberg fliesst und dadurch den Erosions-Prozess wesentlich bremst.

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Ein Weinberg gepriesen von Napoleon

Anlässlich seines Feldzuges in italienische Ländereien macht Kaiser Napoleon am 16. Mai 1800 halt im Lavaux. Er zollt der Arbeit der Weinbauern seine Anerkennung, idem er sagt: «Diese Leute, die hier mit soviel Leidenschaft und Mut arbeiten, verdienen unsere Bewunderung und verdienten es, von den Steuern befreit zu werden»

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Kontakt

Association Appellation Dézaley Grand Cru
Jean-François Chevalley
Président
Route du Treytorrens 1
1096 En Dézaley

info@dezaley.ch